Waldtag am Röhrgraben

Am Dienstag haben wir uns auf den Weg ins Erzgebirge gemacht. Nach einer etwas längeren Autofahrt mussten wir uns dringend unsere Beine vertreten. Wir schulterten unsere Rucksäcke und los ging‘s Richtung Röhrgraben. Auf dem Weg dorthin sind wir sogar Kleiner-Donner begegnet, der mit seinem Pferdefreund auf der Weide stand und genüsslich graste. Nur Yakari war weit und breit nicht zu sehen.

Anfangs sind wir zum Greifensteinstollen, haben dort eine erste kleine Rast gemacht und mal in den Stollen reingeschlunzt. Dort war‘s ganz schön dunkel und kühl. Und da stand doch tatsächlich ein Hund, man waren wir erschrocken, aber es war zum Glück kein Echter. Danach ging‘s weiter zum Röhrgraben. Den haben die Bergbauarbeiter früher angelegt, um Silber und Erz zu schürfen und zu transportieren.

Wir sind über Brücken gelaufen, haben hohe Felsen erklommen und sind dann wieder bergab zum Greifenbach geklettert, und unterwegs konnte man so viele schöne, glitzernde Steine sammeln. Die glänzten wirklich wie Gold und Silber.

Unten angekommen gab es noch den Gahrischstollen, der war wie ein Kühlschrank. Schon den Gang entlang kam kalte Luft, und drinnen war es ganz schön kalt. Mutig und mit Taschenlampe bewaffnet trauten sich alle mal hinein.

Und dann haben wir endlich eine schöne Wasserstelle gefunden, mit Bachlauf und kleinem angestauten Teich. Alle waren so mutig und haben sich in die eiskalten Fluten gestürzt. Danach bauten die Jungs noch einen großen Staudamm aus Steinen und Moos.

Die Zeit war ratzifatze vorbei und schon hieß es: Zurück in die Sonnenblume. Am liebsten wollten alle am nächsten Tag nochmal da hin und weiter bauen. H. will sich auf jeden Fall mit seinen Kumpels am Wochenende dort treffen, das steht fest.

Bild Ausflug Waldtag am Röhrgraben

Waldtag am Röhrgraben

Besuch auf dem Guidohof

Wir finden, in jede Kindheit gehört ein Stück Bauernhof.

Zum Herbstanfang, wo vieles noch auf seine Ernte wartet, haben wir den Guidohof besucht, um mal zu sehen, wie es auf einen Bauernhof so zu geht. Wir kamen an und hatten gleich ein gigantisch großes Feld vor uns, voll mit Blumen, Kohl, Radieschen (schon zum Teil geerntet) und Buchweizen.

Sophie war unsere Begleitung durch das Feld und über den Hof. Sie brachte eine Kiste mit Äpfeln, Brot und Zucchini mit. Warum gehen wir mit Brot und Gemüse auf das Feld? Wer wird das jetzt essen wollen?

Vorbei an sonnengelben Sonnenblumen und Palmenkohl, kamen wir auf einen kleinen Trampelpfad, der uns zu 3 grunzenden Schweinen führte. Die hatten schon einen unheimlichen Hunger und freuten sich auf uns. Sie schnurpsten und schmatzten. Es war uns eine Freude dabei zu zusehen.

Aus sicherer Entfernung sahen auch die Kühe zu uns rüber. Ich glaube, sie hatten Hoffnung, dass wir auch zu ihnen mit einer kleinen Streicheleinheit kommen. Wir haben ihnen von weitem ganz freundlich gewinkt und gegrüßt. Aber später durften wir noch ein kleines Kälbchen kennenlernen. Es wohnte in einem kleinen Schuppen und war in eine rote Decke eingewummelt. Leider wollte die Mutter-Kuh das kleine Kälbchen nicht, daher musste es vorübergehend im Schuppen wohnen und von der Flasche ernährt werden. Da auf dem Hof ziemlich viele Menschen zu Gange waren, war das Kälbchen nie allein. Immer wieder schaute einer nach und streichelte es.

Die liebe Sophie führte uns aber noch weiter über den Hof. Wir liefen an riesigen Traktoren vorbei. Die Räder waren so groß wie ein Erwachsener. Da müssen wir noch bissl wachsen, aber als Sitzplatz waren sie gut geeignet. ;-). Auch ein große Kartoffelerntemaschine und andere alte Gerätschaften sahen wir auf unserem Weg.

Wir waren auch in den Gewächshäusern drin und konnten sehen, wie dort noch die Tomaten und Gurken hingen. Irgendwie hatte das alles was von einem Urwald, so zugewachsen und Grün war es dort drin.

Nach der großen Runde waren wir alle ganz schön hungrig. Sophie brachte uns einen Korb mit frischem Brot, Butter, Paprika, Tomaten und Äpfeln. Wir saßen an einer Feuerstelle und ließen uns das alles schmecken.

Im Sandkasten nebenan gab es einen alten Bagger, den man selbst bedienen musste. Der war dann sehr  beliebt und alle Kinder spielten friedlich zusammen im Sandkasten. Dazwischen lief eine kleine Mietz ständig hin und her. Sie dachte vielleicht, sie könne noch was abstauben bei uns. Und sie hat es tatsächlich geschafft. Sie hat sich ein belegtes Brot mit Käse gemopst. Sie war so fix, so schnell konnten wir gar nicht gucken.

Es war wieder ein sehr schöner Ausflug und der perfekte Start in den Herbst. Danke liebe Sophie

Besuch auf dem Guidohof

Besuch auf dem Guidohof

Ausflug ins Waldcamping

Heut früh ( für einige vielleicht ungewohnt zeitig ;)) waren wir alle ganz schön aufgeregt, denn heute machen wir einen Ausflug zum Waldcamping. Bald waren alle Rucksäcke, Roster, Brötchen, Gurken, Limo und Decken (wir hatten ganz schön viel Gepäck 😉 ) in den Autos verstaut und die Kinder startklar in ihren Kindersitzen. Noch ein letzter Blick in die Garderobe: Haben wir alle und alles? Ja, los gehts. – Auf eine gute Fahrt nach Thalheim 🙂

Eine Fahrt im Auto läuft meist voller Freude so ab: Die Kinder erkennen die Strecken wieder, erzählen, wo die Oma oder Freundin wohnt, wo die Eltern manchmal zu schnell fahren, wann man stehen bleiben muss, singen bei den Liedern mit, hören zu oder schlafen auch schon mal bissl vor. 🙂

Als wir angekommen waren, hatten wir es nicht mehr weit bis zu Steffen und Sofia. Den beiden gehört das Waldcamping und sie haben sich sehr gefreut, uns mal wieder zu sehen.
Jens hat sich gleich mal um das Feuer gekümmert. Aber nicht, weil es uns kalt war, sondern weil wir rostern wollten. Um die Feuerstelle herum standen viele Bänke und wir schauten erstmal zu und ließen uns vom guten Rauch einräuchern. 🙂
Aber das wurde auch schnell uninteressant. Das Waldcamping hat ja sooo vieles zu bieten. Bald waren wir in alle Ecken vertreut und schauten uns genau um. Es hingen da kleine Hängematten, die für Kinder die perfekte Höhe hatten. Da lagen auch schon die Ersten, aber an Mittagsschlaf war gar nicht zu denken. 😉 „NEEEIIINNN – ich muss schon wieder weiter“.
Gar nicht weit von der Grillstelle fließt auch ein kleiner Bach. Dort trauten wir uns auch langsam hin. Bald standen wir auf dem ersten Stein und ganz wenig später auf der anderen Seite des Baches. Und daaaann ging es von unten nach oben durch den ganzen Bach. 😀
Nebenan gibt es auch einen mini-kleinen Tümpel. Mittendrin steckt ein Schild mit einem Krokodil drauf. *ohhh* Also lieber etwas Abstand halten. Da gab es auch eine verdächtige Stelle am Holzgeländer… *nix wie weg*
Jens hatte in der Zwischenzeit gut gegrillt, sodass wir uns bei einer guten Runde Roster und Brötchen für weitere Abenteuer stärken konnten. Es ging dann noch ein Stück weiter. Nach dem Essen besuchten wir auf der anderen Seite des Bachs die Indianer. Nee quatsch 🙂
Es waren Tipis mit Feuerstelle in der Mitte und Sitzmöglichkeiten. Das eine war eher gemütlich und wir stellten uns vor, wie das Zusammenleben in so einer Behausung wohl war. Das andere Tipi war größer und geräumiger. Da hätten wir fast ein 2-Zimmertipi machen können. 🙂
Draußen auf der Wiese fanden wir auch Schafe. Die einen waren noch dick eingepackt. Die anderen hatten gestern erst ihren Sommerschnitt abbekommen.
Zum Abschluss ließen wir es uns auf dem großen Bett im Freien gutgehen. Schlafen? Nein. Wir hopsten da mal so richtig drin rum.

Und dann war der Tag auch schon vorbei. Obwohl wir auch gern bis zum nächsten Feuer und den nächsten Rostern hätten bleiben können.
Es war ein sehr schöner entspannter Tag mit vielen wunderschönen Eindrücken. Und eines steht schon fest: das machen wir wieder. 🙂

Eure Sonnenblümchen

 

Alarm, es kommt ein Notruf an – Unser Tag bei der Feuerwehr

Wir müssen Euch unbedingt mit einer Sonderausgabe von unserem Feuerwehrbesuch berichten. Wir waren da vor 1 1/2 Jahren schon mal und wussten ungefähr schon, was uns so erwartet. Große tolle Autos, eine Rutschpartie an der Stange, dicke warme Schutzkleidung, Alarmsignale, unheimlich viel Zeugs was die Feuerwehrmänner im Einsatz gebrauchen konnten und natürlich auch viel Wasser 🙂

Als wir angekommen waren und unsere Jacken ausgezogen hatten, ertönte ein lautes Signal. Einige hielten vor Schreck die Ohren zu. „Einsatzfahrzeug raus! Es strömt Gas aus auf der Straße X“. Wir standen mit großen Augen da und konnten es fast nicht glauben. Wir erlebten einen echten Einsatz mit. Fast alle Feuerwehrmänner fuhren zum Einsatz in ihrem großen Einsatzfahrzeug.
Nur André blieb noch da. André hat uns die Wache gezeigt mit allem was dazu gehört. Wir durften alles hautnah erleben, anfassen und entdecken. Wir saßen in einem Fahrzeug drin, das war so groß, dass wir nur mit Hilfe einsteigen konnten. In der Feuerwache gab es auch Rettungswagen. Auch dort duften wir mal reinschauen und durchgehen. Das roch dort wie in einem Krankenhaus.
André hat uns dann seine Uniform gezeigt. Wenn es dann mal zum Einsatz kommt, müssen die Männer ganz schön dicke Kleidung tragen.  Vor einiger Zeit gab es für alle Männer neue Helme. Mensch, die leuchten. Die hatten an der Seite sogar eine eingebaute Taschenlampe. André sagte, das alle 15 Jahre die Helme gegen neue ausgetauscht werden müssen.
Und dann kam der Einsatzwagen wieder. Die Männer waren hoch erfreut, als unsere Kleinen in ihrer Uniform vor ihnen standen. 😀 Sie machten uns gleich ihren Wagen auf, so das wir alles sehen konnten, was sie so zum Einsatz dabei haben müssen. Alles war säuberlichst einsortiert und beschriftet. Eine dicke Zange, die Autos aufschneiden kann, unzählig viele Schläuche, einen großen Hammer und eine Gerätschaft, mit der sie angekippte Fenster öffnen können.

Die Männer waren mit ihrem Einsatz aber noch nicht fertig. Sie mussten nun alle Schläuche erstmal wieder ausrollen, testen und kleine Übungen machen, damit sie im Notfall auch wissen, was zu tun ist. Wir haben uns dann lieber ins Haus zurückgezogen, weil wir schon die Ahnung hatten, dass es gleich sehr nass werden könnte 🙂 Also hat uns André drinnen noch bissel was gezeigt. Da die Männer dort 24h arbeiten, müssen sie auch gut versorgt werden und einen Platz zum Ausruhen haben. Es gibt dort also eine Küche, in der sich meist 3 Leute ums Abendessen kümmern. Es gibt auch Zimmer mit Betten drin. Je nach Schicht teilen sich 6 Leute ein Zweibettzimmer.
Ganz oben haben sie noch eine schöne Terrasse. Nach so einem Einsatz sei es den Feuerwehrmännern auch gegönnt, sich etwas auszuruhen.:)

Als wir wieder unten angekommen waren, konnten wir noch zusehen, wie sie die Schläuche ausprobiert haben. Wir standen ja zum Glück trocken hinter dem Tor, denn da kam Tatsache ein Feuerwehrmann und wollte uns nass spritzen. *wegrenn*
Zum Glück haben wir für solche „Männer“-Ausflüge immer unseren Jens dabei. Der Jens weiß, was er fragen muss, weil er da auch als Mann mitreden kann. Die Männer und Jungs unter sich wissen, worüber sie da reden 😀

Wir haben uns gleich für das nächste Jahr wieder angekündigt 🙂 Dort gefällt es uns wirklich so gut und die Feuerwehrmänner sind sehr freundlich zu uns, so das wir dort unbedingt wieder hin müssen. Bis dahin ist dann auch die neue Generation von Sam´s und Penny´s herangewachsen. 😉

Eure Sonnenblümchen

Die Reise zum Meer – mit Nicole von Waldklang

Heute besuchte uns Nicole von Waldklang und nahm uns mit auf eine Reise zum Meer, wir hörten gespannt dem Rauschen der Wellen zu…erst ganz sanft, dann kam ein Sturm auf und das Tosen wurde immer lauter…schnell stürmten wir das Piratenschiff, setzten die Segel und mussten uns ganz schön festhalten, solch ein Sturm blies übers Meer.

Nach einer Weile war Land in Sicht, also holten wir die Segel wieder ein und eroberten die wundersame Insel. Von dort waren auch so allerlei Geräusche zu hören…wilde Affen hüpften von Baum zu Baum, der Regen tropfte mal sanft, mal ganz kräftig, es donnerte, Igel raschelten, Spechte hämmerten, Klapperschlangen, Mäuse und sogar die Fische machten Musik und wir tanzten im Rhythmus dazu.

Am Strand entdeckten wir die schönsten Schätze, Muscheln, Korallen, Fische, Delfine…wir malten unsere eigenen Fische und entließen sie dann ins Meer.

Nun war es an der Zeit unsere Insel wieder zu verlassen und neues zu erforschen. Draußen rief uns der Uhu zu sich. Nicole hatte verschiedene kleine Säckchen gefüllt mit geheimnisvollen Dingen, die wir erraten sollten …ganz schön kniffelig, aber nicht unlösbar 😉

Danach machten wir noch Kastanienmusik und suchten ein schönes Plätzchen für das Klangspiel, dass uns Nicole mitgebracht hatte. Wir waren uns einig, dass der Ahornbaum dafür super geeignet ist.

Zum Abschied machten wir uns auf die Suche nach einer kleinen Schatztruhe, die irgendwo in unserem Garten versteckt sein sollte…ja, tatsächlich, hinter einem Baum entdeckten wir sie und darin lag eine goldene Walnuss, eine sogenannte Wunschnuss. Jeder durfte 3x in die Luft pusten und sich etwas wünschen…sind eure Wünsche schon in Erfüllung gegangen?

Eure Sonnenblümchen

 

„Waldklang“
Natur- und Umweltbildung mit Musik und Klang
Nicole Böttcher (Diplom Sozialpädagogin & Naturpädagogin)
09244 Lichtenau

www.waldklang-in-sachsen.de

Waldklang

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